PORSCHE CARRERA CUP - SVEN MÜLLER WIRD NEUER CHAMPION BEIM SAISONFINALE IN HOCKENHEIM

Porsche Carrera Cup 2016 auf dem Hockenheimring

Lauf 16 des Porsche Carrera Cup in Hockenheim am Sonntag

Am Ende wurde es für den Porsche Junior Sven Müller nocheinmal richtig eng. Über die gesamte Saison hatte der in den Diensten vom Team Konrad Motorsport stehende Bingener das Championat des Porsche Carrera Cup dominiert. Zehn Saisonsiege und neunmal die Poleposition erobert, daß konnte sich sehen lassen. Doch im letzten und entscheidenden Lauf betrug sein Punktevorsprung zwar beruhigende vierzehn Punkte, doch die Erfahrung lehrt, meistens kommte es anders als man denkt. So nahmen die 21 Protagonisten am Sonntag bei bestem Sommerwetter und angenehmen neunzehn Grad Lufttemperatur den 16 Lauf des Cups der Saison 2016 unter die Räder. Marek Böckmann konnte nicht starten, da sein Fahrzeug beim dem Unfall am Samstag derart stark beschädigt wurde, daß eine Reparatur in der kurzen Zeit nicht möglich war.

Der Polesetter Sven Müller erwischte einen perfekten Start und übernahm sofort die Führung. Aber auch sein Widersacher Christian Engelhart startete von Position sechs furios und konnte sofort drei Plätze gutmachen. In der Spitzkehre attackiert der ebenfalls aus der ersten Startreihe gestartete Jeffrey Schmidt den Führenden und konnte sich vorbeipressen. Nun lag Engelhart direkt hinter Müller. Doch schon im zweiten Umlauf setzte Sven Müller den Konter gegen den Schweizer. Es war eine harte Attacke wobei der Porsche Junior den Lechner Piloten leicht berührte, der darauf hin mit seinem Cup-Elfer abflog und für den das Rennen wieder einmal vorzeitig beendet war. Das sollte nicht unbestraft bleiben. Im neunten Umlauf sprach die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe gegen Müller aus. Damit fiel Müller weit bis ans Ende des Feldes zurück. Jetzt wurde es noch einmal richtig spannend. Engelhart lag in Führung und Müller außerhalb der Punkteränge. Damit war Christian Engelhart zu diesem Zeitpunkt Champion. Doch in der elften Runde kam dem Konrad Piloten eine Satey-Car Phase, ausgelöst durch den Ausrutscher von "Richy Müller", entgegen. Der hatte sein Gefährt ins Kiesebett versenkt und mußte geborgen werden. Dazu kam das gegen einige Fahrer noch wegen "Verlassens der Strecke" Zeitstrafen durch die Rennleistung ausgesprochen wurden. Nach dem RE-Start gab Müller noch einmal alles. Platz um Platz kämpfte er sich wieder nach vorne. Es ging am Ende bis auf Platz fünf und das sollte zum Titelgewinn reichen. Christian Engelhart gewann wieder einmal ein Rennen in Hockenheim und in Sven Müller findet das Championat einen würdigen Meister. Auch in der Teamwertung gab es beim Team von Franz Konrad Anlass zum jubeln. Hier konnte man sich den Meistertitel in der Teamwertung noch zusätzlich sichern.

Ergebnis Lauf 16 in Hockenheim

Position Fahrer Team Zeit gesamt schnellste Runde Rückstand Startposition
1 Christian Engelhart MRS GT-Racing 33:35.865 min. 1:43.547 min. 0:00.000 min. Pos. 6 ↑ +5
2 Nick Yelloly Rookie Team Dt. Post by Project 1 33:39.070 min. 1:44.160 min. 0:03.205 min. Pos. 4 ↑ +2
3 Matteo Cairoli KÜS Team 75 Bernhard 33:40.047 min. 1:43.897 min. 0:04.182 min. Pos. 7 ↑ +4
4 Philip Morin Team Lechner Huber Racing 33:42.643 min. 1:44.011 min. 0:06.778 min. Pos. 5 ↑ +1
5 Sven Müller Team Konrad Motorsport 33:44.300 min. 1:43.256 min. 0:08.435 min. Pos. 1 ↓ -4
6 Wolfgang Triller Team Huber Lechner Racing 33:50.929 min. 1:44.852 min. 0:15.064 min. Pos.13 ↑ +7
7 David Kolkmann Rookie Team Dt. Post by Project 1 33:51.528 min. 1:44.112 min. 0:15.663 min. Pos. 3 ↓ -4
8 Robin Hansson Fragus BR Motorsport 33:51.881 min. 1:44.680 min. 0:16.016 min. Pos.11 ↑ +3
9 Nick Foster Team Konrad Motorsport 33:54.737 min. 1:43.868 min. 0:18.872 min. Pos. 8 ↓ -1
10 Pontus Fredricsson Fragus BR Motorsport 33:55.072 min. 1:45.201 min. 0:19.207 min. Pos.14 ↑ +4
11 Patrick Skoog PFI Racing 33:59.991 min. 1:46.246 min. 0:24.126 min. Pos.18 ↑ +7
12 Lars B. Rantzow Mtech Competition 34:01.070 min. 1:44.680 min. 0:25.205 min. Pos.15 ↑ +3
13 Luca Rettenbacher Team Konrad Motorsport 34:01.102 min. 1:44.126 min. 0:25.237 min. Pos.10 ↓ -3
14 Henric Skoog PFI Racing 34:02.262 min. 1:44.738 min. 0:26.397 min. Pos.12 ↓ -2
15 Philipp Sager Team Konrad Motorsport 34:03.653 min. 1:46.884 min. 0:27.788 min. Pos.17 ↑ +2
16 Dennis Olsen Team Lechner Huber Racing 34:13.873 min. 1:43.897 min. 0:38.008 min. Pos. 9 ↓ -7
17 Wolf Nathan Team Huber Lechner Racing 34:21.801 min. 1:44.930 min. 0:45.936 min. Pos.21 ↑ +4
18 Siegfried Vanema MRS-GT Racing 34:28.466 min. 1:48.241 min. 0:52.601 min. Pos.20 ↑ +2
19 Magnus Öhman Mtech Competition 34:56.532 min. 1:45.665 min. 01:20.667 min. Pos.19 ↔
20 Matte Karlsson Cirkus Karlsson Racing 30:39.758 min. 1:45.429 min. +2 Runden Pos.16 ↓ -4
21 Richy Müller Rookie Team Dt. Post by Project 1 17:46.320 min. 1:47.860 min. +9 Runden Pos.22 ↑ +1
22 Jeffrey Schmidt Team Lechner Huber Racing 01:48.730 min. 1:48.734 min, +17 Runden Pos. 2 ↓ -20

Die Rennen - Fakten, Daten und Zahlen

Der Porsche Carrera Cup gilt als der schnellste Markenpokal in Deutschland. Die Rennen werden im Rahmen der DTM Läufe auf verschiedenen internationalen Rennstrecken ausgetragen. Die Rennserie wird seit 1990 ausgetragen. Damit geht der Markenpokal in die 27. Saison. Als Vorläufer des Porsche Carrera Cup gilt der Porsche 944 Turbo Cup der erstmalig 1986 ausgetragen wurde. Der Cup gilt als schnellster Markenpokal Europas.

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