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Porsche Carrera Cup 2012 - Technisches Reglement

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Auszug aus dem Technischen Reglement des Markenpokals

Fahrerausrüstung

Das Tragen der folgenden Fahrerausrüstung ist vorgeschrieben

Trinksystem

Ein Trinksystem ohne elektrische Pumpe kann eingesetzt werden. Das System muss vor dem Einbau durch die Technischen Kommissare und den Serienausschreiber freigegeben werden.

Kühlsystem

Ein Kühlsystem mit Kühlweste kann eingesetzt werden. Das System muss vor dem Einbau durch die Technischen Kommissare und den Serienausschreiber freigegeben werden. Die Installation im Fahrzeug gemäss den Herstellerangaben obliegt der Verantwortung des Wettbewerbers.

Generelle Bestimmungen

Erlaubte Änderungen und Einbauten:

Es dürfen Arbeiten durchgeführt werden, die zum normalen Unterhalt des Fahrzeugs gehören oder dem Ersetzen von durch Verschleiss oder Unfall schadhaft gewordenen Teilen dienen. Änderungen und Einbauten dürfen nur innerhalb des nachfolgend bestimmten Rahmens durchgeführt werden. Durch Verschleiss oder Unfall beschädigte Teile dürfen nur durch Porsche Originalteile ausgetauscht werden, die dem Fahrzeugtyp Porsche 911 GT3 Cup MJ 2012 zugeordnet sind. Auch die Verwendung von Bauteilen, die von der Porsche AG für andere Fahrzeuggruppen (z.B. Porsche Strassenfahrzeuge) hergestellt werden, ist untersagt. Am kompletten Fahrzeug dürfen die Befestigungs Normteile wie Muttern, Schrauben, Unterlegscheiben, Federringe, Federscheiben, Splinte ausschliesslich durch Porsche Originalteile ersetzt werden. Bei Gewinden sind Gewindeart, -grösse und -steigung (z.B. M8 x 1,25) beizubehalten.

Fahrzeuggewicht und Bodenfreiheit

Fahrzeuggewicht:

Das Mindestgewicht muss ohne Fahrer zu jedem Zeitpunkt der Rennveranstaltung fahrfertig 1.180 kg betragen.

Bodenfreiheit:

Die Mindestbodenfreiheit des fahrfertigen Fahrzeugs (mit Fahrer an Bord und den Slick-Reifen gemäss Artikel 5.7, mit 2,0 bar +/- 0,1 bar Luftdruck) darf an den vorgegebenen Messpunkten zu keinem Zeitpunkt der Rennveranstaltung unterschritten werden. Während der gesamten Dauer der Rennveranstaltung muss die Mindestbodenfreiheit an der Vorderachse mindestens 68 mm und an der Hinterachse mindestens 112 mm betragen. Die Messpunkte an der Vorderachse sind die Befestigungsschrauben (M14x120) des Querträgers/der Karosserie zur Referenzfläche und die bearbeitete Fläche am Seitenteil der Hinterachse zur Referenzfläche. Die Bodenfreiheit darf im vorhandenen Einstellbereich verändert werden. Für die Einstellung des Messpunktes an der Vorderachse muss am Messpunkt (gemäss Anlage 1) eine Unterlegscheibe mit der Ersatzteilnummer 997.341.641.90 mit exakt 8 mm Stärke hinzugefügt werden. Damit ergibt sich die vorgegebene Mindestfreiheit von 68 mm an der Vorderachse. Während der gesamten Dauer der Rennveranstaltung im Rahmen des 24h Rennens Nürburgring muss die Bodenfreiheit an der Vorderachse mindestens 80 mm und an der Hinterachse mindestens 125 mm betragen.

Messmethode:

Die Überprüfung der Mindestbodenfreiheit des fahrfertigen Fahrzeugs erfolgt mittels einer Messplatte und entsprechenden Höhenlehren für die jeweils zu messende Achse. Das Fahrzeug wird, mit beiden Achsen auf der Messplatte stehend, fahrfertig inklusive Fahrer überprüft. Ist die Freigängigkeit der Messlehren unter den oben beschriebenen Messpunkten gegeben, so ist die Anforderung zur Einhaltung der Mindesthöhe erfüllt. Etwaige Messtoleranzen werden von den Technischen Kommissaren berücksichtigt.

Ort der Messung:

Die Messung ist an einer vom Serienausschreiber zu Beginn der jeweiligen Veranstaltung ausgewiesenen Fläche im Fahrerlager durchzuführen. Diese Fläche, auf der die Messplatten aufgebaut werden, ist als Referenzfläche für die jeweilige Veranstaltung verbindlich. Die Messplatten stehen den teilnehmenden Teams zur Kontrolle der Mindestbodenfreiheit während dieser Zeit zur Verfügung. Zusätzlich kann für die Dauer des Zeittrainings eine Überprüfung in der Boxengasse erfolgen. Die Messplatten und Höhenlehren werden hierfür in der Boxengasse aufgebaut.

Hubraumfaktor für aufgeladene Motoren:

entfällt

Abgasvorschriften:

Die aktuellen DMSB-Abgasvorschriften (siehe DMSB-Handbuch, blauer Teil) sind einzuhalten. Die Fahrzeuge müssen mit einem Katalysator gemäss DMSB-Abgasvorschriften ausgerüstet sein.

Geräuschbestimmungen:

Es gelten die Sicherheitsbestimmungen der Gruppe N (siehe DMSB-Handbuch, oranger Teil). Ausnahme: Punkt "Türfangnetze". Die Artikelverweise beziehen sich, falls nicht anders angegeben, auf den aktuellen Anhang J zum ISG der FIA.

Werbevorschriften und Startnummern am Fahrzeug:

Unter Beachtung der DMSB-Vorschriften für Startnummern und Werbung an Fahrzeugen müssen an allen Wettbewerbsfahrzeugen die vom Serienausschreiber vorgeschriebenen Werbeaufschriften, Logos, Fahrernamen und Startnummern in Training, Qualifikation und Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland angebracht sein. Sie sind nach Grösse, Art, Anzahl und Anbringungsort durch die "Beklebungsvorschrift 2012" festgelegt und bekannt gegeben. Die Beklebungsvorschrift ist mit dem DMSB abgestimmt. Die "Beklebungsvorschrift 2012" ist Teil dieses Reglements. Bei Zuwiderhandlung kann der Teilnehmer von der Wertung ausgeschlossen werden. Alle Flächen, die laut Beklebungsvorschrift nicht belegt sind, sind für eigene Werbeaufschriften freigestellt, wobei deren Abstand zu den Startnummern und der Pflichtbeklebung mindestens 30 mm betragen muss.

Sicherheitsausrüstung:

Es gelten die Sicherheitsbestimmungen der Gruppe N (siehe DMSB-Handbuch, oranger Teil). Ausnahme: Punkt "Türfangnetze". Die Artikelverweise beziehen sich, falls nicht anders angegeben, auf den aktuellen Anhang J zum ISG der FIA.

Überrollkäfig:

Serienmässig ist eine Feuerlöschanlage eingebaut, die die Bestimmungen des Anhangs J (ISG der FIA), Art. 253, Punkt 7.2 erfüllt. Die Feuerlöschanlage und die vom Werk vorgegebene Einbauposition dürfen nicht verändert werden.

Feuerlöscher:

Serienmässig ist eine Feuerlöschanlage eingebaut, die die Bestimmungen des Anhangs J (ISG der FIA), Art. 253, Punkt 7.2 erfüllt. Die Feuerlöschanlage und die vom Werk vorgegebene Einbauposition dürfen nicht verändert werden.

Abschleppösen:

Die mit dem Fahrzeug gelieferten Abschleppösen gemäss den DMSBBestimmungen (DMSB-Handbuch, blauer Teil) müssen während der Dauer der Veranstaltung ordnungsgemäss montiert und gelb, rot oder orange (deutlich von der Fahrzeugfarbe unterscheidbar) gekennzeichnet sein.

Sitz:

Seriensitz mit FIA-Homologation gemäss FIA-Standard 8855-1999 (s.a. Artikel 5.8 b).

Sicherheitsgurte:

Es ist ein FIA-homologierter Sechs-Punkt Sicherheitsgurt der FIA-Norm 8853/98 der Firma SCHROTH zu verwenden. Das Kopf-Rückhalte-System gemäss Punkt 4.4 dieser Bestimmungen muss mit dem Sicherheitsgurt kompatibel sein.

Stromkreisunterbrecher:

Es ist ein Stromkreisunterbrecher gemäss Anhang J (ISG der FIA), Art. 253, Punkt 13 zu verwenden.

Kraftstoff:

Es darf ausschliesslich handelsüblicher, unverbleiter Kraftstoff gemäss Anhang J (ISG der FIA), Art. 252, Punkt 9, welcher der DIN EN 228 entspricht, von einem vom Serienausschreiber bestimmten Lieferanten verwendet werden. Dieser Lieferant kann bei jeder Veranstaltung neu bestimmt werden (Tankstelle, Tankwagen o. ä.). Für die Dauer der Veranstaltung ist ausschliesslich dieser Kraftstoff zu verwenden. Der Technische Kommissar ist berechtigt, zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung Kraftstoff aus einem Teilnehmerfahrzeug zu entnehmen. Der Teilnehmer hat dafür Sorge zu tragen, dass zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung bis zum Ende der Protestfrist eine Mindestmenge von 2 Litern Kraftstoff an der dafür vorgesehenen Entnahmestelle im Motorraum (Abtankventil) entnehmbar ist. Diese Proben müssen mit Referenzkraftstoff aus der vorher benannten Zapfstelle identisch sein. Jegliches Hinzufügen von Additiven ist verboten. Das Nachtanken in der Boxengasse während des Freien Trainings, der Qualifikation und der Wertungsläufe ist untersagt. Jegliche chemische oder thermische Veränderung des Kraftstoffs ist verboten. Während der gesamten Rennveranstaltung wird der Temperaturverlauf der Aussenlufttemperatur von den Technischen Kommissaren unter Zuhilfenahme einer Wetterstation oder eines Temperaturloggers aufgezeichnet. Der Minimalwert wird vor jeder ersten Session des Tages am Porsche Carrera Cup Deutschland Infoboard ausgehängt. Die Kraftstofftemperatur darf zu keiner Zeit geringer sein als die geringste Aussenlufttemperatur der vorausgegangenen 24 Stunden.

Definitionen:

Neben den Definitionen der "Allgemeinen Bestimmungen, Definitionen und Klarstellungen zu technischen Reglements" (DMSBHandbuch, blauer Teil) gelten die Definitionen gemäss Anhang J (ISG der FIA), Art. 251.

Allgemeines

Besondere technische Bestimmungen:

Für den Porsche Carrera Cup Deutschland werden technisch identische Fahrzeuge mit der Bezeichnung Porsche 911 GT3 Cup verwendet, die in einer Kleinserie von der Porsche AG auf der Basis des Porsche 911 GT3 RS II. Generation aufgebaut werden. Es sind ausschliesslich Fahrzeuge des Modelljahres 2012 sowie der Modelljahre 2010 und 2011 unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Modifikationen gemäss Anlage 2 zugelassen.In der Sonderserie Porsche 911 GT3 Cup werden unter anderem Spezialteile verbaut, die nicht Über die Porsche Handelsorganisation, sondern ausschliesslich über die Porsche AG, Abteilung Sportteileverkauf, Weissach, zu beziehen sind.

Die Fahrzeuge müssen den Bestimmungen dieses Technischen Reglements 2012 entsprechen. Die Technische Abnahme der Fahrzeuge erfolgt durch den Technischen Kommissar. Über die generellen technischen Bestimmungen des Artikels 4 (Punkt 4.1 - 4.13) hinaus gelten nachfolgende besondere technische Bestimmungen:

Alles nicht ausdrücklich durch dieses Reglement Erlaubte ist verboten.

Sitz:

Seriensitz mit FIA-Homologation gemäss FIA-Standard 8855-1999 (s.a. Artikel 5.8 b).

Konzept

Fahrzeugbeschreibung Porsche 911 GT3 Cup Modelljahr 2012:

Einsitziges, seriennahes Rennfahrzeug nach Porsche Carrera Cup Deutschland Reglement 2012

Basis

Porsche 911 GT3 RS II. Generation

Motor

Kraftübertragung

Übersetzung

Karosserie

Fahrwerk

Vorderachse:

Hinterachse:

Bremssystem

Felgen/Bereifung

Vorderachse:

Hinterachse:

Elektrik

Fahrzeuggewicht

Motor

Die Motoren werden vor der Auslieferung bei der Porsche AG verplombt. Unter keinen Umständen darf ein Fahrzeug mit einem unverplombten Motor oder beschädigten Plomben an einer Veranstaltung des Porsche Carrera Cup Deutschland teilnehmen.

Alle Arbeiten am Motor, für welche eine Plombenöffnung erforderlich ist, dürfen ausschliesslich bei der Porsche AG durchgeführt werden. Ein Motorenwechsel muss vor dem Austausch vom Serienausschreiber schriftlich genehmigt werden. Auf Anordnung des Rennleiters und der Sportkommissare können Motoren eingezogen und zu Lasten der Bewerber überprüft werden.

Vor Auslieferung und Wiedereinsatz werden die Motoren bei der Porsche AG durch einen Technischen Kommissar neu verplombt. Die Original-Schrauben für die Befestigung der Abgasanlage dürfen durch Stiftschrauben und Sechskantmuttern ersetzt werden.

Hierfür dürfen ausschliesslich folgende Teile verwendet werden:

Die Ausführung der Änderung muss nachstehendem Bild entsprechen. Das von der Porsche AG entwickelte mechanische Zwischengassystem (Blipper) ist zum Einsatz im Porsche Carrera Cup Deutschland 2012 freigegeben. Andere Systeme sind nicht zugelassen.

Benötigte Teile für die Fahrzeuge MJ 2010:

Benötigte Teile für die Fahrzeuge MJ 2011 & MJ 2012:

Kraftübertragung (Getriebe/Differentialsperre)

Der Rampenwinkel der Sperre beträgt 32 Grad +/- 17 (Zug) und 45 Grad +/- 17 (Schub). Die Rampenwinkel werden von der Drehachse ausgehend bestimmt (Anlage 3). In Verbindung mit den Reibscheiben ergibt dies eine Sperrwirkung von 37/52 %.

Das Mindestsperrmoment der Differentialsperre ist dann erreicht, wenn das Drehmoment, gemessen an der Radmutter bei blockiertem Gegenrad im kalten Zustand einen Wert von 60 Nm aufweist. Dieser Mindestwert darf zu keinem Zeitpunkt der Rennveranstaltung unterschritten werden. Zur Überprüfung des Drehmoments durch die Technischen Kommissare muss für alle Fahrzeuge die vom Serienausschreiber bereitgestellte Messeinrichtung verwendet werden.

Bremsen (Bremsbeläge/Bremsscheiben)

Es sind nur die serienmässigen Hauptbremszylinder für die 2 Bremskreise, Vorderachse (Durchmesser 20,6 mm, Kennzeichnung orange) und den Bremskreis Hinterachse (Durchmesser 19,05 mm, Kennzeichnung grün) zugelassen.


Vorderachse:

Hinterachse:

zugelassen (siehe 5.1.1 Allgemeine Fahrzeugbeschreibung). Fahrzeuge aus anderen Rennserien müssen vor der Technischen Abnahme entsprechend umgerüstet werden.

Lenkung (Lenkrad/Nabenverlängerung)

Die Position der Lenkung auf dem Vorderachsquerträger ist durch unterlegte Scheiben mit der Dicke von 3 mm festgelegt.

Es dürfen nur Original OMP bzw. Krontec-Nabenverlängerungen eingebaut werden. Die serienmässig vorgegebene Längs- und Höhenverstellung darf genutzt werden. Der Einbau muss von den Technischen Kommissaren genehmigt und kontrolliert werden.

Radaufhängung (Fahrwerk)

Die Fahrwerkseinstellung darf im Rahmen der vorgegebenen Einstellbereiche verändert werden. Alle Originalteile müssen beibehalten werden. Die in den Querlenkern von Vorderachse und Hinterachse maximal zulässigen Distanzscheibendicken sind: Vorderachse: 13 mm und Hinterachse: 13 mm. Die in den vorderen und hinteren Querlenkern befindlichen Längslenker Lagerpunkte müssen in der Auslieferungsposition belassen werden. Zusätzlich dürfen die Anschraubpositionen der Längslenker an den Querlenker-Lagerpunkten nicht verändert werden (siehe Anlage 4). Der Radstand linke Fahrzeugseite sowie rechte Fahrzeugseite muss 2353 mm +/- 5 mm betragen. Die Messpunkte sind die zentrierten Bohrungen an den jeweiligen Zentralschrauben. Die Positionen der vorderen und hinteren Spurstangen an den Radträgerseiten sind durch unterschiedlich dicke Distanzscheiben in der Höhe definiert (siehe Anlage 5).

Stabilisatoren:

Das Aushängen der Stabilisatoren ist unter der Voraussetzung erlaubt, dass keine Teile entfernt werden. Es dürfen ausschliesslich die technisch vorgegebenen Einstellmöglichkeiten genutzt werden.

Stossdämpfer/Federn:

Es dürfen nur die ab Werk verbauten Sachs-Stossdämpfer sowie H&R Fahrwerksfedern im Originalzustand verwendet werden.

Bei der Veranstaltung im Rahmen des 24h Rennens Nürburgring kommt verpflichtend für alle Teilnehmer das in Anlage 10 beschriebene Fahrwerk (Nordschleifenfahrwerk) zum Einsatz.

Räder und Reifen

Für die Dauer der Veranstaltung dürfen nur Michelin-Reifen in der für die Rennserie freigegebenen Ausführung verwendet werden. Die Reifen für die jeweilige Veranstaltung sind vor Ort bei der Firma Michelin zu beziehen. Der Luftdruck ist freigestellt, es sind jedoch die Empfehlungen und Anweisungen der Firma Michelin zu beachten. Als Füllmedium ist ausschliesslich atmosphärische Luft erlaubt. Ein Ummontieren beziehungsweise Drehen von Reifen auf der Felge ist nicht zulässig. Der Serienausschreiber behält sich vor, die Reifen zu verlosen. Die Anzahl der Regenreifen ist frei. Bei jeder Rennveranstaltung können jeweils maximal 3 Satz Slick-Reifen für die Vorderachse und 3 Satz Slick-Reifen für die Hinterachse pro Fahrzeug vor der Qualifikation vom Technischen Kommissar gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung und Ausgabe der Reifen erfolgt in dem vom Serienausschreiber vorgegebenen und veröffentlichten Zeitrahmen.

Freies Training:

Für die freien Trainings dürfen nur gekennzeichnete Slick-Reifen des selben Fahrzeuges aus einer bereits vergangenen Rennveranstaltung des Porsche Carrera Cup Deutschland 2012 verwendet werden. Darüber hinaus dürfen gebrauchte Reifen aus dem offiziellen Saisontest verwendet werden, die vor dem ersten freien Training von den Technischen Kommissaren gekennzeichnet werden müssen.

Ausnahme:

Für die Saisonauftaktveranstaltung dürfen in beiden freien Trainings maximal 2 Satz neue Slick-Reifen verwendet werden. Dies gilt auch für Starter, die sich zu einem späteren Zeitpunkt in die Serie einschreiben und ihr Fahrzeug erstmalig nach der Saisonauftakt-Veranstaltung einsetzen. Alle Slick-Reifen müssen vor dem ersten freien Training von den Technischen Kommissaren gekennzeichnet worden sein.

Qualifikation und Wertungslauf:

In der Qualifikation sowie in den Wertungsläufen dürfen nur die für die jeweilige Rennveranstaltung gekennzeichneten Reifen gefahren werden. Es dürfen für die Qualifikation und den Wertungslauf ausschliesslich gekennzeichnete Reifen mit in die Boxengasse genommen werden. Die Mitnahme von Regenreifen ist freigestellt. Die Anfahrt und Abfahrt zur/von der Boxengasse für die Qualifikation kann auf Regenreifen erfolgen.

Gaststarter:

Gaststarter, welche ihre Fahrzeuge erstmals in der Saison 2012 einsetzen, dürfen in der gesamten Trainingszeit der beiden freien Trainings maximal 2 Satz neue Reifen erwerben, die von den Technischen Kommissaren gekennzeichnet werden. Gastfahrer sowie Ersatzfahrer auf eingeschriebenen Fahrzeugen dürfen nur gekennzeichnete Slick-Reifen aus einer bereits vergangenen Rennveranstaltung des Porsche Carrera Cup Deutschland 2012 verwenden. Zusätzliche gebrauchte Slick-Reifen für die freien Trainings müssen durch die Technischen Kommissare geprüft und freigegeben werden. Gaststarter, die auf einem nicht permanent eingeschriebenen Fahrzeug starten, dürfen die für die Fahrzeuge MJ 2010/2011 zugelassenen BBS-Felgen verwenden.

Reifenschäden:

Beschädigte Reifen können nur nach Freigabe durch den Technischen Kommissar und in Übereinstimmung mit der Firma Michelin getauscht werden. In diesem Fall ist eine Um- bzw. Nachkennzeichnung der Reifen durch den Technischen Kommissar erforderlich.

Werden in der Qualifikation gekennzeichnete Reifen beschädigt, können diese durch neue ersetzt werden (Meldung des Teamchefs bis max. eine Stunde nach Ende Parc Ferme der Qualifikation). Diese neuen Reifen müssen gekennzeichnet werden. Muss mehr als ein Reifen ersetzt werden, wird das entsprechende Fahrzeug / der entsprechende Fahrer in der Startaufstellung um 10 Positionen zurückgesetzt. Die Startaufstellung wird auf Anordnung des Rennleiters geändert, die frei werdenden Startpositionen werden aufgerückt.

Behandlung:

Jegliche chemische, mechanische und thermische Behandlung der Reifen ist verboten. Das mechanische Entfernen von Gummiabrieb und Steinen ist zulässig. Die Verwendung von Heizdecken, Materialien oder anderen Massnahmen, die die Temperatur der Reifen verändern, ist während der gesamten Dauer einer Veranstaltung verboten. Ab dem Zeitpunkt des Vorstarts bis zum Ende der Session dürfen die für den Wettbewerb zugelassenen Reifen nicht abgedeckt werden.

Karosserie und Abmessungen

Frontscheibe

Zum Schutz der Frontscheibe sind klare, von aussen aufzubringende Schutzfolien freigegeben. Diese Freigabe gilt ausschliesslich fär optisch geprüfte Folien, die einem Qualitätsstandard entsprechen, z.B. Windshield Stack 4 von Racing Optics Europe. Die Anbringung muss bei der Technischen Abnahme kontrolliert und genehmigt werden. Der Einbau einer beheizten Frontscheibe mit Teilenummer 997.541.111.9A ist unter Verwendung der serienmässig verbauten Verkabelung erlaubt.

Seiten- und Heckscheiben

Es sind ausschliesslich die originalen Porsche 911 GT3 Cup Seitenscheiben und Heckscheiben (entsprechend FIA Bestimmungen Anhang J) in Originalausführung zulässig.

Bugspoiler

Es ist eine Version der Buglippe für den Porsche 911 GT3 Cup MJ 2012, MJ 2011 und MJ 2010 zur Verwendung freigegeben:

Fahrgastraum/Cockpit

Sitz:

Die Anpassung des Sitzes durch Entfernen oder Hinzufügen von Polstermaterial ist erlaubt. Die Original-Befestigung (Sitzschiene und Konsole) muss beibehalten werden. Änderungen bedürfen der Zustimmung der Porsche AG. Optional kann ein von Porsche angebotener XL-Sitz von OMP verwendet werden. Wahlweise ist die Verwendung modifizierter Original-Sitzadapter in Zusammenhang mit von links nach rechts (und umgekehrt) getauschten Original-Sitzschienen entsprechend Anlage 6 zugelassen. Der Einbau muss von den Technischen Kommissaren geprüft und freigegeben werden.

Fahrgastraumbelüftung

Es ist nur die ab Werk verbaute Fahrgastraumbelüftung (NACA-Einlass auf der Fronthaube) erlaubt. Zur zusätzlichen Entlüftung des Fahrgastraums sind nur die vorhandenen Original-Entlüftungsöffnungen in den Fond-Seitenscheiben zulässig. Die Grösse der NACA-Einlassöffnung darf zur Regulierung der Luftzufuhr in den Innenraum mit Klebeband verändert werden.

Aerodynamische Hilfsmittel (Heckflügel)

Die Originallage des Flügelprofils darf innerhalb der vorgegebenen Verstellmöglichkeiten geändert werden.

Elektrische Ausrüstung

Motor-Steuergeräte:

Während der gesamten Veranstaltung dürfen nur die vom Serienausschreiber für die Rennen kodierten und verplombten Motronic-Steuergeräte verwendet werden. Das Motronic Steuergerät inklusive des kompletten Kabelstrangs muss unverändert verwendet werden. Der Serienausschreiber oder der Technische Kommissar behalten sich vor, Motronic Steuergeräte jederzeit zu prüfen, auszutauschen oder eine Aufzeichnung der Motorkenndaten während der Veranstaltung durchzuführen. Der Serienausschreiber behält sich vor, zu Beginn einer Veranstaltung die Motronic-Steuergeräte neu zu programmieren und die Steckverbindungen zum Auslesen des Steuergerätes neu zu verplomben. Damit werden identische Programm bzw. Datenstände aller beteiligten Fahrzeuge gewährleistet. Den Teammitgliedern ist für die Qualifikation und den Wertungslauf ab dem Zeitpunkt "Beginn Vorstart" bis zum Ende des Parc Ferme das Benutzen von Laptops / Computern an den Fahrzeugen untersagt.

Kraftstoffkreislauf

Serie. Kraftstoff gemäss Artikel 4.12

Schmierungssystem

Schmierstoffe:

Motor:

Es wird das Motorenöl MOBIL 1 0W40 vorgeschrieben. Jegliches Hinzufügen von Additiven ist untersagt.

Getriebe:

Es wird das Getriebeöl Molilube 1SHC 75W90 vorgeschrieben. Jegliches Hinzufügen von Additiven ist untersagt. Zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung müssen 3,3 Liter Getriebeöl im Getriebe sein.

Datenübertragung (Telemetrie, Sprechfunk, Datenaufzeichnung)

Die Verwendung von Telemetrie und Sprechfunk im Fahrzeug und in der Boxengasse ist verboten. Es ist die Verwendung des werkseitig eingebauten Datenaufzeichnungssystems der Firma MoTeC mit der Bezeichnung "GT3 Cup" vorgeschrieben. Das MoTeC System ist der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs zugeordnet und darf nicht getauscht werden.

Dem Technischen Kommissar oder dem Serienausschreiber sind die jeweils aufgezeichneten Daten aus Training, Qualifikation und Wertungslauf in vollem Umfang zur Verfügung zu stellen. Der Einbau von Lenkwinkelsensoren und Bremsdrucksensoren sowie eine Erweiterung des Speichers auf 4MB ist erlaubt. Voraussetzung hierfür ist die Verwendung von Originalbauteilen der Firma MoTeC. Es darf ausschliesslich die Dash-Manager Version ADL2 4.50 Y4_P verwendet werden. Ausgenommen hiervon ist eine Sprechfunkeinrichtung zu Medienzwecken, die nach Absprache mit der Porsche Carrera Cup Deutschland Organisation zugelassen werden kann.

Plomben

Werkseitig sind folgende Plomben angebracht:

Werden seitens des Technischen Kommissars oder seitens der Porsche AG Siegel und Markierungen am Fahrzeug angebracht, so dürfen diese weder verletzt, verändert, noch nachgemacht werden. Wird die Plombe am Motorsteuergerät zu Schweissarbeiten geöffnet, so muss das Steuergerät anschliessend ohne besondere Anordnung dem Technischen Kommissar zur erneuten Abnahme und Verplombung vorgeführt werden. Die Chronologie des Ablaufs muss dem Technischen Kommissar vor der Wiederverplombung vorgelegt werden. Die entfernte Plombe muss dem Technischen Kommissar ausgehändigt werden. Wird eine beschädigte oder fehlende Plombe festgestellt, so wird eine unzulässige Manipulation unterstellt und entsprechend geahndet. Abgefallene oder im Rennen mechanisch beschädigte Plomben müssen bis spätestens eine Stunde nach Auflösung des Parc Ferme schriftlich bei den Technischen Kommissaren gemeldet werden.

Meldepflichtige Reparaturen

Die Öffnung der Plombe am Motronic-Steuergerät für Reparaturzwecke ist in schriftlicher Form bei der Porsche Carrera Cup Deutschland Organisation zu beantragen.

Nichtbeachtung der Meldepflichtregelungen:

Wird bei der technischen Abnahme festgestellt, dass Plomben ohne Genehmigung der Technischen Kommissare geöffnet wurden, behalten sich die Technischen Kommissare vor, die Technische Abnahme zu verweigern.

Kameras

Der Einsatz von On-Board-Kameras muss vom Serienausschreiber genehmigt werden. Einbauart und Befestigung sind vom Technischen Kommissar zu überprüfen. Die Teilnehmer sind verpflichtet, während der Veranstaltung die vom Serienausschreiber zugewiesenen TV-Kameras im entsprechenden Fahrzeug nach den Vorgaben des Serienausschreibers am definierten Platz montieren und betreiben zu lassen. Für den Einsatz von On Boardkameras können von der Porsche AG modifizierte Originalteile zur Verfügung gestellt und verwendet werden. Die Bildrechte liegen bei der Porsche AG. Das Bildmaterial dient ausschliesslich der privaten Nutzung und darf nicht an Dritte weitergegeben werden.

Abmerkungen

Alle erlaubten Änderungen dürfen nur dem gedachten Zweck dienen. Sollten sich Auslegungsschwierigkeiten ergeben, entscheidet der Serienausschreiber nach dem Gesichtspunkt "Sinn des Reglements". Darüber hinaus ist die DMSB-Sport-Gerichtsbarkeit zuständig. Änderungen und Ergänzungen vorbehalten (in Abstimmung mit dem DMSB).

Sonderbestimmungen für Rennen mit einer Dauer von über einer Stunde

Abweichend von diesem Technischen Reglement sind für Rennen, deren zeitliche Dauer über eine Stunde beträgt, folgende Punkte freigestellt:

Fahrwerk:

Werksfedern und Stossdämpfer sind freigestellt. Zwischen der Karosserie und Stützlager darf ein Distanzring verbaut werden.

Bremsen:

Die Bremsbeläge und Bremszangen sind gemäss FIA-Ausführungen Anhang J freigestellt.

Reifen:

Es gelten nicht die Einschränkungen gemäss Art. 5.7 (Räder und Reifen). Abweichende Regelungen sind im Bedarfsfall vom Serienausschreiber zu definieren.

Getriebe:

Die Getriebeübersetzung ist freigestellt.

Kupplung:

Die Verwendung eines von der Porsche AG freigegeben Kupplungssystems ist freigestellt.

Kraftstofftank:

Die Verwendung eines von der Porsche AG freigegebenen Sicherheitstanks und einer entsprechend freigegebenen Tankanlage gemäss FIA-Ausführungen Anhang J, Art. 257 Punkt 6 ist freigestellt.

Geräuschvorschriften:

Die Grenzwerte der jeweiligen Veranstalterausschreibung müssen eingehalten werden.

Beleuchtung:

Die Beleuchtung ist gemäss FIA- Ausführungen Anhang J, Art. 257 Punkt 8 freigestellt.

Sprechfunk:

Sprechfunk ist freigestellt.

Für den Einsatz der Fahrzeuge im Rahmen der Wertungsläufe (Sprintrennen) im Porsche Carrera Cup Deutschland müssen bauliche Änderungen am Fahrzeug wieder in den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden.

Anlagen

Technische Umbauten 911 GT3 Cup MJ 2010 und 2011 zum Einsatz im Porsche Carrera Cup Deutschland 2012

Vorgeschriebene technische Umbauten an Fahrzeugen des Modelljahrs 2010 auf Stand Modelljahr 2011:

Mindestbodenfreiheit Vorderachse (VA) (Basis für Umbau von Stand 2011 auf 2012 zum Einsatz im Porsche Carrera Cup Deutschland 2012)

Hinterer Unterboden Getriebe:

Der hintere Unterboden des Getriebes muss durch den optimierten Stand 2011 ersetzt werden.

Der Relaisträger muss mit der Abdeckung aus der aufgeführten Teileliste versehen werden.

Übersetzung:

Die Getriebeübersetzung des 4. Gang (20:28) und 5. Gang (23:26) muss wie aufgeführt geändert werden.

Umarbeitung Heckkabelstrang:

Die dritte Bremsleuchte ist gemäss der Technischen Information 5/2010 zum 911 GT3 Cup zur Nebelschlussleuchte umzubauen.

Vorgeschriebene technische Umbauten an Fahrzeugen MJ und Stand 2011

Kraftstoffgalerie:

Die Kraftstoffgalerie am Motor bis zum Gehäuse der Abtankkupplung muss auf den Stand des Modelljahrs 2012 umgebaut werden.

Radnabe Hinterachse:

Die Radnaben an der Hinterachse müssen durch die neu entwickelten Radnaben ersetzt werden.

Unterbodenplatte:

Empfohlener technischer Umbau an Fahrzeugen Modelljahr und Stand 2011

FT3Tank:

Fahrzeuge der Modelljahre 2010 und 2011 müssen nicht zwingend mit einem FT3-Tank nachgerüstet werden, um in der Saison 2012 eingesetzt werden zu können. Da der Porsche 911 GT3 Cup MJ 2012 über einen FT3 Sicherheitskraftstofftank verfügt, wird seitens Porsche Motorsport die Nachrüstung bei Einsatz von Fahrzeugen der Modelljahre 2010 und 2011 empfohlen. Ein Umrüstpaket wird von der Porsche AG angeboten.

Sperre Rampenwinkel:

Querlenker - Spurstangen:

Modifizierte Sitzadapter/Sitzschiene:

Sitzschienen und Sitzschienenanordnung und Adapter wie bisher im Cup verwendet und verbaut.

Sitzadapter wie bisher (hier nur unlackiert):

Befestigungslöcher für Sitzbefestigung um maximal 30 mm nach unten verlegt (mit Genehmigung OMP).

Zwischen Sitzschale und Adapter Distanzscheiben von ca. 5mm Dicke.

Sitzschienen von links nach rechts bzw. von rechts nach links getauscht.