Porsche Sixt Carrera Cup 2025 -
Sieg von Robert de Haan in Hockenheim erhöht die Titelchancen


Mit einem Sieg im vorletzten Lauf Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup auf dem Hockenheimring hat der Niederländer seine Chance auf den Gewinn des Titels deutlich erhöht. Seine direkter Konkurrent Alessandro Ghiretti beendete das Rennen auf Rang 5. Durch diesen Umstand hat sich auch Rangfolge in der Meisterschaftwertung geändert. De Haan führt nun mit 244 Punkten vor Ghiretti der auf 242 Zähler kommt. Der deutsche Alexander Tauscher wurde Zweiter nach dem er das Rennen lange Zeit angeführt hatte. Eine Durchfahrtstrafe kostete ihn kurz vor Schluss den Sieg. Dritter wurde der Südafrikaner Keagan Masters. Die Entscheidung fällt um den Titel fällt nun erst im letzten Lauf am Sonntag.

Führungswechsel in der Meisterschaftstabelle

04.10.2025 | Das Rennen

Spannender hätte es beim Saisonfinale des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland am Samstag in Hockenheim kaum sein können. Alle vier Titelentscheidungen waren noch nicht gefallen. Ob der 15. Lauf des Championats die eine oder andere Vorentscheidung bringen würde blieb abzuwarten. Die Pole-Position für die beiden letzten Läufe hatte sich der deutsche Alexander Tauscher gesichert. Diesen Startplatz nutzte der Pilot aus dem Team Target mit einem perfekten Start und führte das Starterfeld so als Führender in die erste Runde. Schon früh kam es zur ersten Saftey-Car Phase, die durch Sören Spreng ausgelöst wurde. Der Deutsche war nach einem kleinen Fahrfehler in die Reifenstapel eingeschlagen und das Fahrzeug musste geborgen werden. Anschließend entschloss sich die Rennleitung die "Rote Flagge" zu zeigen. Der Grund dafür waren umfangreichere Reparaturmaßnahmen an der Einschlagstelle des Spreng-Autos. Den RE-Start meisterte Tauscher perfekt und behielt seine Führungsposition. Auch der Südafrikaner Keagan Masters nutzte die Chance und schob sich am Zweitplatzierten Theo Oeverhaus vorbei auf Rang 2. Dahinter stritten Theo Oeverhaus und Robert de Hahn heftig um die dritte Position. Eine kleine Auseinandersetzung von Oeverhaus mit Michael Schrey bescherte dem Niederländer nur wenig später den 3. Platz. Sein direkter Widersacher im Kampf um den Titel Alessandro Ghiretti lag zu diesem Zeitpunkt auf dem 9. Rang. Sechs Minuten vor dem Rennende ließ dann Keagan Masters seinen Teamkollegen Robert de Haan passieren der nun Zweiter war. Ghiretti hatte sich zwischenzeitlich auf Platz 7 vorgekämpft. Dann war es Theo Oeverhaus der drei Minuten vor Schluss einen Reifenschaden hinten links erlitt und ausfiel. Ein kurioser Moment dann in den letzten zwei Minuten des Rennens. Alexander Tauscher musste eine Penalty-Lap wegen Überschreiten der Anzahl von "Tracklimits" abbummeln und Robert de Haan übernahm damit die Führung. Auch Teamkollege Keagan Masters ging an Tauscher vorbei der sich nun auf Rang 3 wiederfand. Wenig später ging Flynt Schuring an den vor ihm auf Rang 5 fahrenden Huub van Eijndhoven vorbei. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr. Erst im Nachgang wirbelten die Rennkommissare das Ergebnis noch einmal durcheinander. Zuerst erhielt Keagan Masters eine 5-Sekunden Zeitstrafe wegen eines nicht korrekt durchgeführten Überholmanövers. Eine weitere 5-Sekunden Zeitstrafe wurde gegen Flynt Schuring verhängt. Damit wurde Alexander Tauscher als Zweiter und Alessandro Ghiretti als Fünfter gewertet. Das alles änderte nichts am Sieg von Robert de Haan, der damit seine Chancen auf den Titel erhöht. Er ist es jetzt der mit 2 Punkten Vorsprung auf Alessandro Ghiretti die Meisterschaftstabelle anführt. In der Rookie- und PRO-Am Wertung sind die Entscheidungen um den Meistertitel gefallen. Bei den Rookies ist es Sacha Norden, der sich den Titel sichern konnte. Die PRO-Am Wertung gewann Michael Schrey ebenfalls vorzeitig.

Janne Stiak

Janne Stiak - Target

Robert de Haan

Robert de Haan - Proton Huber Competition

Alexander Tauscher

Alexander Tauscher - Target

Alexander Tauscher holt sich die Doppelpole beim Saisonfinale

Das Qualifying

Mit vier Gaststartern und einem vollen Starterfeld war der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland zum Saisonfinale nach Hockenheim gereist, um dort die beiden letzten Läufe der Saison 2025 auszutragen. Ein letztes Mal traten die 29 Teilnehmer am Freitag an, um einen ersten Schlagabtausch im Freien Training zu absolvieren. Am Ende war es der Niederländer Flynt Schuring der mit einer Zeit von 1:40.264 min. die schnellste Zeit fuhr. Dahinter folgten Alessandro Ghiretti und Alexander Tauscher. In den anschließenden Qualifyings war es dann Alexander Tauscher, der gleich zweimal zuschlug. Der Deutsche sicherte sich mit zwei Bestzeiten (1:40.123 min. + 1:39.756 min.) seine erste Doppelpole beim Saisonfinale der laufenden Saison. Die beiden Titelkandidaten musste man allerdings weiter hinten in der Startaufstellung suchen. Robert de Haan wird in Lauf 15 von Startplatz 4 ins Rennen gehen. Sein Widersacher Alessandro Ghiretti muss wegen einer Strafversetzung (5 Plätze nach hinten) von Position 13 das Rennen aufnehmen. Im Sonntagsrennen wird der Porsche Junior von Startplatz 3 den letzten Lauf unter die Räder nehmen. Robert de Haan qualifizierte sich auf dem fünften Rang.

Ergebnis Lauf 15 auf dem Hockenheimring

Renndistanz: 18 Runden
pos. fahrer team total time total laps best lap gap startpos. +/-
1 Robert de Haan Proton Huber Competition 39:09.724 min. 18 1:42.125 min. 00:00.000 min. 4 ↑ 3
2 Alexander Tauscher Target 39:12.459 min. 18 1:42.243 min. 00:02.735 min. 1 ↓ 1
3 Keagan Masters Proton Huber Competition 39:16.746 min. 18 1:42.358 min. 00:07.022 min. 3 ↑ 1
4 Huub van Eijndhoven Team GP Elite 39:20.981 min. 18 1:42.521 min. 00:11.257 min. 10 ↑ 6
5 Alessandro Ghiretti Schumacher CLRT 39:21.079 min. 18 1:42.042 min. 00:11.355 min. 13 ↑ 7
6 Senna van Soelen Team 75 Bernhard 39:21.328 min. 18 1:42.741 min. 00:11.604 min. 12 ↑ 6
7 Flynt Schuring Schumacher CLRT 39:24.458 min. 18 1:42.331 min. 00:14.734 min. 9 ↑ 2
8 Janne Stiak Target 39:24.494 min. 18 1:42.833 min. 00:14.770 min. 5 ↓ 3
9 Ariel Levi Team GP Elite 39:25.067 min. 18 1:42.808 min. 00:15.343 min. 6 ↓ 3
10 Jan Seyfferth Target Competition 39:26.361 min. 18 1:43.199 min. 00:16.637 min. 15 ↑ 5
11 Kiano Blum ID Racing 39:27.403 min. 18 1:43.195 min. 00:17.679 min. 18 ↑ 7
12 Sacha Norden Proton Huber Competition 39:28.464 min. 18 1:43.416 min. 00:18.740 min. 14 ↑ 2
13 Nick Ho Team GP Elite 39:28.870 min. 18 1:43.206 min. 00:19.146 min. 11 ↓ 2
14 Sebastian Freymuth Target Competition 39:30.378 min. 18 1:43.441 min. 00:20.654 min. 8 ↓ 6
15 Dirk Schouten Laptime-Performance 39:31.037 min. 18 1:43.213 min. 00:21.313 min. 7 ↓ 8
16 Gian Luca Tüccarroglu [a-workx] by Porsche Paderborn 39:33.005 min. 18 1:43.512 min. 00:23.281 min. 25 ↑ 9
17 Matheus Ferreira Target 39:37.352 min. 18 1:43.852 min. 00:27.628 min. 16 ↓ 1
18 Marcos Flack ID Racing 39:38.289 min. 18 1:43.768 min. 00:28.565 min. 27 ↑ 9
19 Joseph Warhurst Team Proton Huber Competition 39:39.378 min. 18 1:43.664 min. 00:29.654 min. 20 ↑ 1
20 Lorenz Stegmann Wimmer Werk Motorsport 39:39.796 min. 18 1:44.012 min. 00:30.072 min. 21 ↑ 1
21 Michael Schrey Bonk Motorsport 39:51.500 min. 18 1:43.902 min. 00:31.776 min. 19 ↓ 2
22 Alexandra Vateva Team Proton Huber Competition 39:42.166 min. 18 1:43.911 min. 00:32.442 min. 29 ↑ 7
23 Jonas Greif GP Elite 39:43.985 min. 18 1:43.646 min. 00:34.261 min. 28 ↑ 5
24 Ghislain Cordeel GP Elite 39:44.545 min. 18 1:44.027 min. 00:34.821 min. 17 ↓ 7
25 Michael Essmann Team 75 Bernhard 39:51.688 min. 18 1:44.034 min. 00:41.964 min. 26 ↑ 1
26 Karol Kret Team 75 Bernhard 39:51.829 min. 18 1:44.179 min. 00:42.105 min. 24 ↓ 2
27 Ahmad Alshebab [a-workx] by Porsche Paderborn 40:11.001 min. 16 1:44.918 min. -2 Runden 22 ↓ 5
28 Theo Oeverhaus Bonk Motorsport 24:07.220 min. 15 1:42.377 min. -3 Runden 2 ↓ 26
29 Sören Spreng GP Elite not classified - not classified not classified 23 ↓ 6

Gesamtwertung 2025 - Fahrer & Teams

pos. fahrer punkte pos. team punkte
1 Robert de Haan 244 1 Schumacher CLRT 416
2 Alessandro Ghiretti 242 2 Proton Huber Competition 399
3 Huub van Eijndhoven 179 3 Team GP Elite 394
4 Flynt Schuring 167 4 Target 311
5 Ariel Levi 151 5 Bonk Motorsport 163
6 Janne Stiak 149 6 Team 75 Bernhard 121
7 Theo Oeverhaus 143 7 Team Proton Huber Competition 93
8 Alexander Tauscher 141 8 Target Competition 76
9 Kas Haverkort 126 9 ID Racing 63
10 Marvin Klein 114 10 GP Elite 33
11 Senna van Soelen 99 11 [a-workx] by Porsche Paderborn 31
12 Sacha Norden 55      
13 Kiano Blum 43      
14 Joseph Warhurst 37      
15 Wouter Boerekamps 34      
16 Matheus Ferreira 31      
17 Colin Böninghausen 29      
18 Sebastian Freymuth 27      
19 Jan Seyfferth 18      
20 G. Luca Tüccaroglu 16      
21 Keagan Masters 16      
22 Jonas Greif 15      
23 Sören Spreng 6      
24 Michael Schrey 6      
25 Daniel Gregor 5      
25 Nick Ho 3      
27 Emely de Heus 2      
28 Michael Essmann 1      
29 Oskar Biksrud 1      

Fakten, Daten und Informationen zum Porsche Sixt Carrera Cup 2025

Der Porsche Sixt Carrera Cup gilt als der schnellste Markenpokal in Deutschland. Nachfolgend einige Fakten, Daten und Informationen zum Championat. Erstmals werden die Fahrzeuge des Carrera Cup in diesem Jahr mit den sogenannten e-Fuels, einem synthetischen Kraftstoff betrieben. Der Start in die Saison 2025 findet zusammen mit der FIA-WEC im italienischen Imola statt, die dort ihren zweiten Lauf in der WM absolviert. Auch beim zweiten Veranstaltungswochenende im belgischen Spa-Francorchamps Anfang Mai ist der Porsche Sixt Carrera Cup zu Gast bei der FIA-WEC. Danach steht der Dünenkurs vom niederländischen Zandvoort im Rennkalender. Hier werden die Läufe fünf und sechs im Rahmen der DTM ausgetragen. Vier Wochen später im Juli gibt es dann ebenfalls zusammen mit der DTM wie auch alle restlichen Veranstaltungen ein Wiedersehen auf dem Norisring in Nürnberg, bevor der Markenpokal im August in die Eifel zum Nürburgring geht. Nur 14 Tage später werden die Läufe elf und zwölf auf dem Sachsenring ausgetragen. Mitte September steht dann der in der österreichischen Steiermark gelegene Red Bull Ring im Rennkalender des Championats. Zum Saisonfinale im Oktober trifft sich das Championat dann wie gewohnt auf dem Hockenheimring. Die Rennserie wird seit 1990 ausgetragen. Damit geht der Markenpokal in diesem Jahr in die 36. Saison. Als Vorläufer des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland gilt der Porsche 944-Turbo-Cup, der erstmalig im Jahr 1986 ausgetragen wurde. In jedem Jahr bietet der Porsche Carrera Cup immer wieder mit seinen attraktiven Fahrerbesetzungen sehenswerten Motorsport. Die Läufe werden als Zeitrennen deklariert und auf eine Dauer von 30 Minuten plus eine Runde begrenzt, die jeweils am Samstag und am Sonntag ausgetragen werden.