Porsche Sixt Carrera Cup 2026:
Keagan Masters feiert Doppelerfolg


In einem spannungsgeladenen 10. Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup auf dem Lausitzring holte sich Keagane Masters den zweiten Sieg an diesem Wochenende und feierte so einen Doppelerfolg. Den Grundstein für den Erfolg legte der Südafrikaner schon beim Start, wo er sich gegen den Polesetter Flynt Schuring durchsetzen konnte und die Führung übernahm. Der Niederländer schied nach einer Kollision mit Alexander Tauscher schon in der Anfangsphase des Rennens aus. Zweiter wurde der Deutsche Theo Oeverhaus, der jetzt auch wieder die Führung in der Fahrerwertung mit einem Punkt Vorsprung auf Keagan Masters übernommen hat, vor dem Brasilianer Matheus Ferreira und Daniel Ros.

Ausfall von Flynt Schuring in der Lausitz

21.06.2026 | Das Rennen

Bei erneut heißen Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke nahmen die Piloten am Sonntagvormittag ihre Startplätze in der Startaufstellung auf dem Lausitzring ein, um den 10. Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland der Saison 2026 am Sonntagvormittag zu absolvieren. Auf der Pole-Position stand erneut der Niederländer Flynt Schuring, der sich dieses Mal im Startduell mit Keagan Masters ausgesetzt sah. Beide Akteure erwischten einen guten Start, wobei der Südafrikaner einen Tick besser wegkam und den Porsche Junior noch vor der ersten Linkskurve aus beschleunigte und die Führung übernahm. Dahinter kam es schon vor der Kurve zur ersten Kollision zwischen Chester Kieffer und Marcus Amand. Der Luxemburger hatte sich beim Bremspunkt mächtig verschätzt und traf das Dienstfahrzeug von Amand hinten links mit voller Wucht. Für Kieffer war das Rennen nach dem erfolglosen Lauf am Samstag frühzeitig beendet. Amand fiel bis auf die achte Position zurück. Vorne hieß die Reihenfolge jetzt Masters vor Schuring gefolgt von Alexander Tauscher und Theo Oeverhaus. Im dritten Umlauf steuerte Marcus Amand die Box an, um sein Fahrzeug abzustellen. Auch für ihn war das Rennen frühzeitig zu Ende. Zu Beginn des sechsten Umlaufs bereitet Schuring dann einen Angriff auf den führenden Keagan Masters vor. Der Versuch den Südafrikaner zu überholen gestaltete sich mehr als schwierig zumal auch Alexander Tauscher mit in das Geschehen involviert war, der jetzt seinerseits den Niederländer attackierte. Dabei kam es zu einer Berührung zwischen Tauscher und Schuring die für den Porsche Junior mit einem Ausfall im Kiesbett endete. Tauscher musste die Box ansteuern, um einen defekten Reifenschaden, den er sich bei der Aktion zugezogen hatte beheben zu lassen. Hier wurde jedoch noch ein weiterer Schaden am Fahrzeug festgestellt und auch Tauscher musste das Rennen beenden. Mittlerweile hatte die Bergung des Schuring Autos eine Saftey-Car Phase auf den Plan gerufen. Den RE-Start meisterte der Südafrikaner souverän gefolgt von Theo Oeverhaus und dem Brasilianer Matheus Ferreira. An dieser Reihenfolge sollte sich bis zur Zieldurchfahrt nichts mehr ändern. Keagan Masters holt sich den zweiten Sieg in der Lausitz vor Theo Oeverhaus und Matheus Ferreira. Den undankbaren 4. Rang belegte der Schwede Daniel Ros und erzielte damit sein bestes Saisonergebnis. Einen weiteren Doppelerfolg feierte der Niederländer Sam Jongejan, der sich den zweiten Sieg an diesem Wochenende in der Rookie-Wertung holte. Zweiter wurde der Australier Caleb Sumich vor dem Vietnamesen Hoang Dat Sawer. In der PRO-Am Wertung war es wie schon am Samstag der Deutsche Sören Spreng, der sich den Sieg vor Ahmad Alshebab und Michael Essmann holte. Durch den Ausfall von Flynt Schuring hat sich Theo Oeverhaus die Führung in der Meisterschaftstabelle zurückgeholt. Er führt die Wertung jetzt mit 158 Punkten vor Keagan Master (157 Punkte) und Alexander Tauscher (142 Punkte) an. In 2 Wochen startet der Markenpokal dann auf dem Norisring, um dort die Läufe 11 und 12 auszutragen.

Flynt Schuring

Flynt Schuring - Schumacher CLRT

Jonas Greif

Jonas Greif - GP Elite

Keagan Masters

Keagan Masters - Proton Competition

Rennergebnis Lauf 10

Renndistanz: 22 Runden
pos. fahrer team total time total laps best lap gap startpos. +/-
1 Keagan Masters Proton Competition 31:42.784 min. 22 1:23.299 min. 00:00.000 min. 2 ↑ 1
2 Theo Oeverhaus ID Racing 31:43.918 min. 22 1:23.207 min. 00:01.134 min. 6 ↑ 4
3 Matheus Ferreira Team GP Elite 31:44.555 min. 22 1:23.235 min. 00:01.771 min. 8 ↑ 5
4 Daniel Ros Team Proton 31:50.697 min. 22 1:23.608 min. 00:07.913 min. 9 ↑ 5
5 Sam Jongejan Team 75 Bernhard 31:51.977 min. 22 1:23.401 min. 00:09.193 min. 12 ↑ 7
6 Dirk Schouten Looping by CarTech 31:52.619 min. 22 1:23.041 min. 00:09.835 min. 7 ↑ 1
7 Wouter Boerekamps Team GP Elite 31:53.170 min. 22 1:23.733 min. 00:10.386 min. 16 ↑ 9
8 Caleb Sumich Target 31:53.917 min. 22 1:23.692 min. 00:11.133 min. 14 ↑ 6
9 Joseph Warhurst Target 31:54.396 min. 22 1:23.693 min. 00:11.612 min. 11 ↑ 2
10 Jonas Greif GP Elite 31:55.769 min. 22 1:23.847 min. 00:12.985 min. 13 ↑ 3
11 Gian Luca Tüccaroglu Team 75 Bernhard 31:56.130 min. 22 1:23.881 min. 00:13.346 min. 21 ↑ 10
12 Louis Perrot Forch Racing by Atlas Award 31:58.396 min. 22 1:23.620 min. 00:16.612 min. 18 ↑ 6
13 Gustav Burton Forch Racing by Atlas Award 31:59.346 min. 22 1:24.076 min. 00:16.562 min, 22 ↑ 9
14 Hoang Dat Sawer GP Elite 31:59.782 min. 22 1:24.013 min. 00:16.998 min. 15 ↑ 1
15 Sebastian Freymuth Laptime-Performance 32:00.749 min. 22 1:24.074 min. 00:17.965 min. 23 ↑ 8
16 Dylan Yip Team Proton 32:02.108 min. 22 1:24.070 min. 00:19.324 min. 19 ↑ 3
17 Nick Ho Team GP Elite 32:02.471 min. 22 1:23.865 min. 00:19.687 min. 17
18 Montego Maassen Forch Racing by Atlas Award 32:02.523 min. 22 1:23.884 min. 00:19.739 min. 27 ↑ 9
19 Max Mutschlechner Target Competition 32:03.114 min. 22 1:23.764 min. 00:20.330 min. 20 ↑ 1
20 Sören Spreng GP Elite 32:08.058 min. 22 1:24.203 min. 00:25.274 min. 26 ↑ 6
21 Ahmad Alshebab ID Racing 32:12.769 min. 22 1:24.487 min. 00:29.985 min. 29 ↑ 8
22 Alexandra Vateva Target Competition 32:13.056 min. 22 1:24.304 min. 00:30.272 min. 24 ↑ 2
23 Michael Essmann Team 75 Bernhard 32:27.366 min. 22 1:24.559 min. 00:44.582 min. 28 ↑ 5
24 Niels Langeveld Laptime-Performance 30:57.900 min. 21 1:24.149 min. -1 Runde 25 ↑ 1
25 Alexander Tauscher Target 09:09.793 min. 6 1:23.230 min. -16 Runden 4 ↓ 21
26 Flynt Schuring Schumacher CLRT 05:41.269 min. 4 1:23.323 min. -18 Runden 1 ↓ 25
27 Gustav Bergström Team Proton 05:10.864 min. 3 1:24.123 min. -19 Runden 10 ↓ 17
28 Marcus Amand Proton Competition 03:19.183 min. 2 not classified -20 Runden 3 ↓ 25
29 Chester Kieffer Schumacher CLRT not classified - not classified not classified 5 ↓ 24

Gesamtwertung 2026 - Fahrer & Teams

pos. fahrer punkte pos. team punkte
1 Theo Oeverhaus 158 1 Team Proton Competition 262
2 Keagan Masters 157 2 Target 217
3 Alexander Tauscher 150 3 Schumacher CLRT 194
4 Flynt Schuring 142 4 Team GP Elite 180
5 Matheus Ferreira 116 5 ID Racing 158
6 Marcus Amand 104 6 Forch Racing by Atlas Award 83
7 Joseph Warhurst 64 7 Team 75 Bernhard 77
8 Dirk Schouten 63 8 Laptime-Performance 68
9 Wouter Boerekamps 61 9 Looping by CarTech 64
10 Sam Jongejan 50 10 Team Proton 62
11 Chester Kieffer 49 11 GP Elite 21
12 Niels Langeveld 48 12 Target Competition 14
13 Gustav Burton 46      
14 Daniel Ros 39      
15 Louis Perrot 31      
16 Caleb Sumich 27      
17 Gian Luca Tüccaroglu 18      
18 Montego Maassen 17      
19 Dylan Yip 13      
20 Sebastian Freymuth 12      
21 Nick Ho 10      
22 Jonas Greif 10      
23 Gustav Bergström 9      
24 Max Mutschlechner 3      
25 Hoang Dat Sawer 2      
26 Alexandra Vateva 1      

Fakten, Daten und Informationen zum Porsche Sixt Carrera Cup 2026

Der Porsche Sixt Carrera Cup gilt als der schnellste Markenpokal in Deutschland. Nachfolgend einige Fakten, Daten und Informationen zum Championat. Mit einem neuen Dienstfahrzeug, dem Porsche 992.2 Cup-Version, startet der Markenpokal in die Saison 2026. Der Saisonstart findet wie schon im letzten Jahr zusammen mit der FIA-WEC im italienischen Imola statt, die dort ihren zweiten Lauf in der WM absolviert. Beim zweiten Veranstaltungswochenende in der Steiermark auf dem Red Bull Ring Ende April, ist der Markenpokal zu Gast bei der DTM. Danach geht es auf die Berg- und Talbahn im belgischen Spa-Francorchamps wo zusammen mit der GT Open die Läufe 5 und 6 ausgetragen werden. Dann steht der Dünenkurs im niederländischen Zandvoort im Rennkalender wo die Veranstaltung erneut mit der DTM zusammen stattfindet. Vier Wochen später im Juni gibt es dann ebenfalls zusammen mit der DTM wie auch alle restlichen Veranstaltungen ein Wiedersehen auf Lausitzring, bevor der Markenpokal Anfang Juli zum Stadtrennen auf den Norisring in Nürnberg reist. Nach einer längeren Pause gastiert das Championat dann zum vorletzten Rennwochenende in der Eifel auf dem Nürburgring. Am zweiten Oktoberwochenende findet das Saisonfinale wie gewohnt auf dem Hockenheimring statt. Die Rennserie wird seit 1990 ausgetragen. Damit geht der Markenpokal in diesem Jahr in die 37. Saison. Als Vorläufer des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland gilt der Porsche 944-Turbo-Cup, der erstmalig im Jahr 1986 ausgetragen wurde. In jedem Jahr bietet der Porsche Carrera Cup immer wieder mit seinen attraktiven Fahrerbesetzungen sehenswerten Motorsport. Die Läufe werden als Zeitrennen deklariert und auf eine Dauer von 30 Minuten plus eine Runde begrenzt, die jeweils am Samstag und am Sonntag ausgetragen werden.