Porsche Sixt Carrera Cup 2026:
Alexander Tauscher siegt auf dem Dünenkurs


Es hat bis zum 8. Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup im niederländischen Zandvort gedauert, bis Alexander Tauscher seinen ersten Sieg in diesem Jahr feiern konnte. Mit einer beeindruckenden Leistung siegte der Pilot aus dem Team Target auf dem Dünenkurs an der Nordsee. In einem im über das gesamte Rennen geführten harten Duell gegen den Lokalmatador Flynt Schuring der am Ende Zweiter wurde, behielt der Deutsche stets die Übersicht und baute mit dem Sieg seine Tabellenführung in der Meisterschaft weiter aus. Den dritten Rang sicherte sich in einem spannenden Finish des Rennens Theo Oeverhaus aus dem Team ID Racing vor dem Niederländer Wouter Boerekamps.

Rookie Chester Kieffer mit dem sechsten Sieg

24.05.2026 | Das Rennen

Der 8. Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland der Saison 2026 stellte auch gleichzeitig die Saisonhalbzeit dar. Nach dem leicht chaotischen Rennen am Samstag freuten sich die Zuschauer am Sonntag auf 30 Minuten Rennaction plus 1 Runde. Der Polesetter hieß erneut wie schon am Vortag Alexander Tauscher. Er musste sich mit dem Lokalmatador Flynt Schuring auseinandersetzen. Und das machte der Deutsche perfekt, in dem er Schuring den Weg abschnitt und seine Spitzenposition behaupten konnte. Auch Theo Oeverhaus erwischte einen guten Start und konnte von Startplatz 6 gestartet zwei Positionen gutmachen. Es dauerte nicht lange bis der Deutsche am Briten Joseph Warhurst dran war und ihn attackierte, um kurz danach vorbeizuziehen. An der Spitze hatte sich das Duo Tauscher/Schuring bereits einen Vorsprung von 3 Sekunden herausgefahren. Zur Halbzeit des Rennens gab es dann eine erste kurze Saftey-Car Phase. Der anschließende RE-Start brachte zunächst keine Veränderungen an der Spitze. Immer wieder versuchte Schuring an Tauscher vorbeizukommen, was ihm aber nicht gelang. Acht Minuten vor dem Ende des Rennens kam es dann zur zweiten Saftey-Car Phase. Gaststarter Aldo Festante war mit Dylan Yip heftig aneinandergeraten und die beschädigten Fahrzeuge mussten geborgen werden. Für beide Piloten war das Rennen damit zu Ende. Für drei Minuten plus eine Runde wurde das Rennen dann noch einmal freigegeben. Schuring setzte jetzt alles auf eine Karte und versuchte außen an Tauscher vorbeizuziehen. Das Vorhaben ging gründlich schief und hatte dabei Glück, dass er nur eine Position verlor. Profiteur der Aktion war Theo Oeverhaus der jetzt Zweiter war. Doch schon im nächsten Umlauf holte sich der Niederländer seine zweite Position mit einem sauberen Manöver von Oeverhaus zurück. Nun waren die Positionen bezogen und bis zur Zieldurchfahrt änderte sich nichts mehr. Alexander Tauscher holt sich den ersten Sieg in der laufenden Saison in Zandvoort vor Flynt Schuring und Theo Oeverhaus. Damit baut der Deutsche seine Führung im Championat weiter aus. Mit jetzt 139 Punkten liegt er 13 Zähler vor dem Niederländer Flynt Schuring. Dritter ist Theo Oeverhaus der auf 125 Zähler kommt. In der Rookie-Wertung war es erneut Chester Kieffer, der ganz oben auf dem Podium stand. Er profitierte dabei von der Strafversetzung des Caleb Sumich und sicherte sich so den sechsten Sieg im achten Rennen. Zweiter wurde der Niederländer Sam Jongejan vor Caleb Sumich. In der PRO-Am Wertung feierte der aus Kuwait stammende Ahmad Alshebab seinen ersten Sieg. Er setzte sich gegen Michael Essmann und Samer Shahin durch. Nach einer Pause von vier Wochen absolviert der Markenpokal dann die Läufe 9 und 10 auf dem Lausitzring.

Alexander Tauscher

Alexander Tauscher - Target

Flynt Schuring

Flynt Schuring - Schumacher CLRT

Flynt Schuring

Marcus Amand - Proton Competition

Rennergebnis Lauf 8

Renndistanz: 18 Runden
pos. fahrer team total time total laps best lap gap startpos. +/-
1 Alexander Tauscher Target 31:53.095 min. 18 1:37.899 min. 00:00.000 min. 1
2 Flynt Schuring Schumacher CLRT 31:54.179 min. 18 1:37.483 min. 00:01.084 min. 2
3 Theo Oeverhaus ID Racing 31:54.576 min. 18 1:38.565 min. 00:01.481 min. 6 ↑ 3
4 Wouter Boerekamps Team GP Elite 31:56.137 min. 18 1:38.440 min. 00:03.042 min. 8 ↑ 4
5 Matheus Ferreira Team GP Elite 31:56.470 min. 18 1:38.334 min. 00:03.375 min. 7 ↑ 2
6 Keagan Masters Proton Competition 31:57.488 min. 18 1:37.932 min. 00:04.393 min. 15 ↑ 9
7 Marcus Amand Proton Competition 31:58.081 min. 18 1:38.780 min. 00:04.986 min. 5 ↓ 2
8 Joseph Warhurst Target 32:00.480 min. 18 1:38.612 min. 00:07.385 min. 3 ↓ 5
9 Daniel Ros Team Proton 32:00.778 min. 18 1:38.645 min. 00:07.683 min. 14 ↑ 5
10 Sebastian Freymuth Laptime-Performance 32:01.370 min. 18 1:39.991 min. 00:08.275 min. 18 ↑ 8
11 Louis Perrot Forch Racing by Atlas Award 32:01.613 min. 18 1:39.039 min. 00:08.518 min. 20 ↑ 9
12 Chester Kieffer Schumacher CLRT 32:02.024 min. 18 1:38.374 min. 00:08.929 min. 4 ↓ 8
13 Dirk Schouten Looping by CarTech 32:02.528 min. 18 1:38.360 min. 00:09.433 min. 11 ↓ 2
14 Sam Jongejan Team 75 Bernhard 32:02.694 min. 18 1:38.639 min. 00:09.599 min. 12 ↓ 2
15 Montego Maassen Forch Racing by Atlas Award 32:03.163 min. 18 1:39.070 min. 00:10.068 min. 21 ↑ 6
16 Jonas Greif GP Elite 32:04.405 min. 18 1:39.310 min. 00:11.310 min. 23 ↑ 7
17 Caleb Sumich Target 32:05.132 min. 18 1:38.787 min. 00:12.037 min. 10 ↓ 7
18 Niels Troost Team GP Elite 32:05.797 min. 18 1:39.379 min. 00:12.702 min. 24 ↑ 6
19 Max Mutschlechner Target Competition 32:05.950 min. 18 1:39.071 min. 00:12.855 min. 28 ↑ 9
20 Gustav Bergström Team Proton 32:06.950 min. 18 1:38.528 min. 00:13.855 min. 26 ↑ 6
21 Ahmad Alshebab ID Racing 32:09.714 min. 18 1:39.896 min. 00:16.619 min. 30 ↑ 9
22 Michael Essmann Team 75 Bernhard 32:10.028 min. 18 1:39.978 min. 00:16.933 min. 32 ↑ 10
23 Nick Ho Team GP Elite 32:11.108 min. 18 1:39.066 min. 00:18.013 min. 19 ↓ 4
24 Samer Shahin GP Elite 32:12.929 min. 18 1:39.652 min. 00:19.834 min. 31 ↑ 7
25 Niels Langeveld Laptime-Performance 32:15.377 min. 18 1:38.819 min. 00:22.282 min. 9 ↓ 16
26 Sören Spreng GP Elite 33:09.781 min. 18 1:40.331 min. 01:16.686 min. 29 ↑ 3
27 Aldo Festante Target 20:47.465 min. 12 1:38.506 min. -6 Runden 17 ↓ 10
28 Dylan Yip Team Proton 20:47.689 min. 12 1:38.902 min. -6 Runden 22 ↓ 9
29 Gustav Burton Forch Racing by Atlas Award 04:25.899 min. 2 not classified -16 Runden 13 ↓ 16
30 Gian Luca Tüccaroglu Team 75 Bernhard 02:20.263 min. 1 not classified -17 Runden 16 ↓ 14
31 Alexandra Vateva Target Competition not classified not classified not classified not classified 25 ↓ 6

Gesamtwertung 2026 - Fahrer & Teams

pos. fahrer punkte pos. team punkte
1 Alexander Tauscher 139 1 Team Proton Competition 150
2 Flynt Schuring 126 2 Target 126
3 Theo Oeverhaus 125 3 Schumacher CLRT 113
4 Keagan Masters 107 4 Team GP Elite 107
5 Matheus Ferreira 91 5 ID Racing 100
6 Marcus Amand 84 6 Forch Racing by Atlas Award 64
7 Wouter Boerekamps 52 7 Laptime-Performance 51
8 Chester Kieffer 49 8 Looping by CarTech 38
9 Joseph Warhurst 49 9 Team 75 Bernhard 37
10 Niels Langeveld 48 10 Team Proton 37
11 Dirk Schouten 46 11 GP Elite 9
12 Gustav Burton 43 12 Target Competition 8
13 Sam Jongejan 29      
14 Louis Perrot 27      
15 Daniel Ros 23      
16 Montego Maasen 17      
17 Caleb Sumich 13      
18 Sebatian Freymuth 11      
19 Gustav Bergström 9      
20 Dylan Yip 9      
21 Nick Ho 8      
22 Gian Luca Tüccaroglu 8      
23 Jonas Greif 4      
24 Max Mutschlechner 2      
25 Alexandra Vateva 1      

Fakten, Daten und Informationen zum Porsche Sixt Carrera Cup 2026

Der Porsche Sixt Carrera Cup gilt als der schnellste Markenpokal in Deutschland. Nachfolgend einige Fakten, Daten und Informationen zum Championat. Mit einem neuen Dienstfahrzeug, dem Porsche 992.2 Cup-Version, startet der Markenpokal in die Saison 2026. Der Saisonstart findet wie schon im letzten Jahr zusammen mit der FIA-WEC im italienischen Imola statt, die dort ihren zweiten Lauf in der WM absolviert. Beim zweiten Veranstaltungswochenende in der Steiermark auf dem Red Bull Ring Ende April, ist der Markenpokal zu Gast bei der DTM. Danach geht es auf die Berg- und Talbahn im belgischen Spa-Francorchamps wo zusammen mit der GT Open die Läufe 5 und 6 ausgetragen werden. Dann steht der Dünenkurs im niederländischen Zandvoort im Rennkalender wo die Veranstaltung erneut mit der DTM zusammen stattfindet. Vier Wochen später im Juni gibt es dann ebenfalls zusammen mit der DTM wie auch alle restlichen Veranstaltungen ein Wiedersehen auf Lausitzring, bevor der Markenpokal Anfang Juli zum Stadtrennen auf den Norisring in Nürnberg reist. Nach einer längeren Pause gastiert das Championat dann zum vorletzten Rennwochenende in der Eifel auf dem Nürburgring. Am zweiten Oktoberwochenende findet das Saisonfinale wie gewohnt auf dem Hockenheimring statt. Die Rennserie wird seit 1990 ausgetragen. Damit geht der Markenpokal in diesem Jahr in die 37. Saison. Als Vorläufer des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland gilt der Porsche 944-Turbo-Cup, der erstmalig im Jahr 1986 ausgetragen wurde. In jedem Jahr bietet der Porsche Carrera Cup immer wieder mit seinen attraktiven Fahrerbesetzungen sehenswerten Motorsport. Die Läufe werden als Zeitrennen deklariert und auf eine Dauer von 30 Minuten plus eine Runde begrenzt, die jeweils am Samstag und am Sonntag ausgetragen werden.