World of 911 - Porsche Carrera Cup 2022 -
Vierter Saisonsieg von Laurin Heinrich in Zandvoort

Qualifikation mit Tücken

Qualifying

Der Circuit Park Zandvoort war das Ziel des Porsche Carrera Cup um den 7. und 8. Lauf des Markenpokals zu absolvieren. Der Nordsee-Kurs stellte für die zahlreich vertetenen niederländischen Piloten im Starterfeld ein Heimspiel dar. Da war es auch nicht verwunderlich das der amierende Champion Larry ten Voorde mit einer Zeit von 1:37.014 min. am Freitag die schnellste Runde drehte. Doch der Preis den der GP-Elite Pilot am Ende des Trainings zahlen mußte, war allerdings sehr hoch. Bei einem Ausrutscher beschädigte er sein Einsatzfahrzeug derart stark, daß der gesamte Frontwagen neu aufgebaut werden mußte. Die zweitschnellste zeit zauberte der im Championat zur Zeit führende Laurin Heinrich vor Jesse van Kuijk und Rudy van Buren auf den Asphalt. Zum Qualifing am Samstagmorgen erwartete die Akteure dann ein leichter Nieselregen bei knapp 20 Grad Lufttemperatur und eine rutschige Rennstrecke. Es sollte eine Qualifikation mit Tücken werden. Zunächst gingen alle Piloten auf Regenreifen raus um eine erste Zeit zu fahren. Bastian Buus gab eine erste Zeit von 1:43.880 min. vor, worauf Larry ten Voorde mit einer 1.43.193 min. antwortete. Es war dann Michael Ammermüller der erst mit einer 1.41.532 min. und dann mit 1.38.794 min. erstmals eine Zeit unter 1.40.000 min. fuhr. Ein Problem ganz anderer Art hatte Dylan Pereira. Ein technischer Defekt an seinem Fahrzeug hinderte den Luxemburger daran überhaupt eine einzige Runde zu drehen. Hier wurde zu diesem Zeitpunkt noch heftig geschraubt. 15 Minuten vor dem Ende des Qualifyings gingen alle Fahrer noch einmal an die Box. 7 Minuten vor Ablauf der Trainingszeit ging dann auch Dylan pereira auf die Strecke. Die Entscheidung fiel in den letzten 2 Minuten. Laurin Heinrich, Pereira und ten Voorde lieferten sich mit Bestzeiten einen wahren Schlagabtausch. Am Ende war es Larry ten Voorde der sich mit 1:36.256 min. die Pole Position sichern konnte. 40/1000 Sekunden fehlten Laurin Heinrich auf die ten Voorde Zeit, was aber immerhin für die erste Startreihe reichte. Weitere 14/1000 Sekunden dahinter sicherte sich der junge Däne Bastian Buus den dritten Startplatz vor Dylan Pereira. Bemerkenswert war die achte Startposition für den Rookie Alexander Tauscher. Die bisher beste Qualifikationsleistung des Deutschen in diesem Jahr.

Ahmad Alshehab

Ahmad Alshehab - CarTech Motorsport

Larry ten Voorde

Larry ten Voorde - Team GP Elite

Boxenstopp Porsche Carrera Cup

Carrera Cup Zandvoort - Boxenstopp

Rennen
Vierter Saisonsieg von Laurin Heinrich in Zandvoort

Bei trockenen Witterungsbedingungen rollten die 31 Starter des Porsche Carrera Cup am Samstagnachmittag auf dem Dünenkurs von Zandvoort zum 7.Lauf der Saison 2022 in die Startaufstellung. In der ersten Startreihe mit Polesetter Larry ten Voorde und dem im Championat führenden Laurin Heinrich lag schon eine gewisse Brisanz. Ten Voorde mußte gewinnen um den Punkterückstand auf Heinrich in der Meisterschaftstabelle zu verkürzen. Heinrich hingegen ging mit 38 Punkten Vorsprung in dieses Rennen. Den Start konnte ten Voorde zunächst für sich entscheiden und Heinrich hinter sich halten. Doch dahinter wurde es eng - einfach zu eng. Es kam zu einer Berührung von mindesten vier nebeneinander auf die Kurve zu fahrenden Fahrzeugen mit der Folge einer Massenkollision. Involviert waren Carlos Rivas, Ariel Levi, Georgi Donchev, Ahmad Alshehab, Jan Seyffert, Jesse van Kuijk, Richard Wagner, Dylan Pereira, Huub Eijndhoven und Morris Schuring. Die Folge war ein Rennabbruch um die havarierten Fahrzeuge zu bergen und das Trümmerfeld zu beseitigen. Nach einer etwas längeren Unterbrechung wurde das Rennen dann wieder mit einem ausgedünnten Starterfeld neu gestartet. Und diesesmal lief es nicht so gut für Larry ten Voorde. Der Holländer erwischt einen schlechten Start und mußte Laurin Heinrich passieren lassen. Dahinter kam es zu einer Berührung zwischen Huub van Eijndhoven und Rudy van Buren. Beide mußten ins Kiesbett und für van Eijndhoven war das Rennen beendet. Die Bergung des gestrandeten Fahrzeugs zog eine SC-Car Phase nach sich. Den nachfolgenden RE-Start meisterte Heinrich perfekt und blieb so weiter in Führung. Sensationell zu diesem Zeitpunkt die Platzierung des Rookies Alexander Tauscher. Der Deutsche lag auf der vierten Position die er jedoch kurze Zeit später an Lucas Groeneveld abgeben mußte. Dann kassierte Rudy van Buren wegen der Rangelei mit Eijndhoven eine Durchfahrtsstrafe wodurch der Niederländer einige Plätze verlor. An der Spitze setzte sich jetzt eine Dreiergruppe aus Heinrich, Ten Voorde und Buus vom Rest des Feldes leicht ab. Elf Minuten vor dem Rennende sorgte Daan van Kuijk nach einem Dreher der im Kiesbett endet für die zweite SC-Car Phase. Für einen Zeitraum von 5 Minuten wurde das Rennen dann noch einmal freigegeben. Erneut absolvierte Laurin Heinrich den RE-Start perfekt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Ein turbulentes Rennen endet mit dem vierten Saisonsieg von Laurin Heinrich. Zweiter wurde Larry ten Voorde vor Bastian Buus. In der PRO-Am Wertung mußte Carlos Rivas durch den Ausfall einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Es war Jan Erik Slooten der seinen ersten Sieg in der Klasse feiern durfte. Bei den Rookies durfte sich der Deutsche Alexander Tauscher über seinen ersten Sieg freuen. Der Allied-Racing Pilot belegte im Gesamtklassement den 5. Rang und damit das beste Ergebnis in dieser Saison. In der Meisterschaft baut Laurin Heinrich seine Tabellenführung weiter aus. Er liegt mit 153 Punkten und damit 41 Punkte vor Larry ten Voorde weiter an der Spitze.

Ergebnis Lauf 7 - Zandvoort

Date: 25.06.2022
pos. driver team total time total laps best lap gap startpos. +/-
1 Laurin Heinrich SSR Huber Racing 25:39.724 min. 14 1:37.876 min. 00:00.000 min. 2 ↑ 1
2 Larry ten Voorde Team GP Elite 25:40.321 min. 14 1:37.733 min. 00:00.597 min. 1 ↓ 1
3 Bastian Buus Allied Racing 25:40.713 min. 14 1:37.886 min. 00:00.989 min. 3 ↔ 1
4 Lucas Groeneveld GP ELITE 25:42.839 min. 14 1:38.343 min. 00:03.115 min. 9 ↑ 5
5 Alexander Tauscher Allied Racing 25:43.799 min. 14 1:38.501 min. 00:04.075 min. 8 ↑ 3
6 Loek Hartog Black Falcon Team Textar 25:44.584 min. 14 1:38.141 min. 00:04.860 min. 16 ↑ 10
7 Max van Splunteren Team GP ELITE 25:45.274 min. 14 1:38.161 min. 00:05.550 min. 15 ↑ 8
8 Lorcan Hanafin Fach Auto Tech 25:46.617 min. 14 1:38.554 min. 00:06.893 min. 17 ↑ 9
9 Michael Ammermüller SSR Huber Racing 25:48.062 min. 14 1:38.690 min. 00:08.338 min. 13 ↑ 4
10 Lukas Ertl CarTech Motorsport 25:48.738 min. 14 1:38.989 min. 00:09.014 min. 18 ↑ 8
11 Rudy van Buren Huber Racing 25:48.850 min. 14 1:38.138 min. 00:09.126 min. 12 ↑ +1
12 Sebastian Freymuth HRT Performance 25:50.231 min. 14 1:39.109 min. 00:10.507 min. 25 ↑ 13
13 Harald Proczyk HP Racing International 25:50.767 min. 14 1:39.104 min. 00:11.043 min. 19 ↑ 6
14 Jan Erik Slooten Phoenix Racing 25:52.838 min. 14 1:39.570 min. 00:13.114 min. 24 ↑ 10
15 Sören Spreng Black Falcon Team Textar 25:56.670 min. 14 1:40.404 min. 00:16.946 min. 31 ↑ 16
16 Jonas Greif ID Racing 26:00.066 min. 14 1:40.595 min. 00:20.342 min. 28 ↑ 12
17 Christof Langer Fach Auto Tech 26:06.931 min. 14 1:40.784 min. 00:27.207 min. 29 ↑ 12
18 Jukka Honkavuori ID Racing 26:14.138 min. 14 1:38.415 min. 00:34.414 min. 14 ↓ 4
19 Daan van Kuijk GP ELITE 12:28.232 min. 7 1:38.960 min. -7 Laps 10 ↓ 9
20 Kim A. Hauschild HRT Performance 05:53.089 min. 3 1:39.615 min. -11 Laps 21 ↑ 1
21 Dylan Pereira Phoenix Racing not classified - not classified not classified 4 ↓ 17
22 Jesse van Kuijk Team GP ELITE not classified - not classified not classified 5 ↓ 17
23 Morris Schuring SSR Huber Racing not classified - not classified not classified 6 ↓ 17
24 Huub van Eijndhoven GP Elite not classified - not classified not classified 7 ↓ 17
25 Alexander Fach Fach Auto Tech not classified - not classified not classified 11 ↓ 14
26 Richard Wagner Phoenix Racing not classified - not classified not classified 22 ↓ 4
27 Ariel Levi Huber Racing not classified - not classified not classified 23 ↓ 4
28 Jan Seyffert HP Racing International not classified - not classified not classified 20 ↓ 8
29 Ahmad Alshehab CarTech Motorsport not classified - not classified not classified 26 ↓ 3
30 Georgi Donchev Huber Racing not classified - not classified not classified 27 ↓ 3
31 Carlos Rivas Black Falcon Team Textar not classified - not classified not classified 30 ↓ 1

Fahrer- und Teamwertung

pos. driver points teams points
1 Laurin Heinrich 153 SSR Huber Racing 243
2 Larry ten Voorde 112 Team GP Elite 174
3 Bastian Buus 98 Allied Racing 124
4 Dylan Pereira 92 Iron Force Racing by Phoenix 101
5 Loek Hartog 92 Black Falcon Team Textar 97
6 Morris Schuring 80 GP Elite 74
7 Michael Ammermüller 58 Huber Racing 67
8 Rudy van Buren 55 Fach Auto Tech 58
9 Max van Splunteren 51 HRT Performance 12
10 Lucas Groeneveld 38 ID Racing 10
11 Lorcan Hanfin 28 HP Racing International 10
12 Jesse van Kuijk 26 CarTech Motorsport by Nigrin 10
13 Huub van Eijndhoven 20    
14 Alexander Fach 19    
15 Alexander Tauscher 17    
16 Sebastian Freymuth 9    
17 Daan van Kuijk 8    
18 Lukas Ertl 7    
19 Jukka Honkavuori 5    
20 Harald Proczyk 4    
21 Ariel Levi 3    
22 Richard Wagner 2    
23 Jan Erik Slooten 2    
24 Sören Spreng 1    

PORSCHE CARRERA CUP DEUTSCHLAND

Fakten, Daten und Information zum Markenpokal

Der Porsche Carrera Cup Deutschland gilt als der schnellste Markenpokal in Europa. Der Saisonstart findet dieses Jahr zusammen mit der FIA-WEC im belgischen Spa-Francorchamps statt. Das zweite Rennwochenende wird auf der traumhaft gelegenen Rennstrecke des Red Bull Rings in Österreich zusammen mit dem ADAC GT MASTERS ausgetragen. Danach geht es in das italienische Imola wo die Läufe fünf und sechs im Rahmen der DTM absolviert werden bevor es dann ins niederländische Zandvoort geht. Vier weitere Veranstaltungen werden zusammen mit dem ADAC GT-MASTERS auf dem Nürburgring, Lausitzring, Sachsenring und in Hockenheim stattfinden. Die Rennserie wird seit 1990 ausgetragen. Damit geht der Markenpokal in diesem Jahr in die 33. Saison. Als Vorläufer des Porsche Carrera Cup gilt der Porsche 944 Turbo Cup der erstmalig im Jahr 1986 ausgetragen wurde. In jedem Jahr bietet der Porsche Carreracup immer wieder mit seinen attraktiven Fahrerbesetzungen sehenswerten Motorsport. Die Läufe werden als Zeitrennen deklariert und auf eine Dauer von 30 Minuten plus eine Runde begrenzt, die jeweils am Samstag und am Sonntag ausgetragen werden.